Die Geschichte der Pin-Up Kunst
Die Jahrhundertwende war die Zeit der „traditionellen Werte“, in der Frauen noch den strengen Sitten des viktorianischen Zeitalters unterworfen waren. Sie trugen Korsetts, voluminöse Unterröcke und waren von Kopf bis Fuß so verhüllt, dass bereits der Anblick einer weiblichen Fessel als erotischer Kitzel galt. Das Wort, das man nicht in den Mund nehmen durfte, hieß „Sex“. In den Bibliotheken wurden alle Bücher zu diesem Thema hinter Schloss und Riegel verwahrt. Eigentlich ein Wunder, dass die Bevölkerung sich nicht dramatisch verringerte!
Trotz der scharfen Überwachung durch die staatliche Zensurbehörde, der Bostoner Anthony B. Comstock Society, wurden unter dem Deckmantel „Kunst“ Bilder von spärlich bekleideten Jungfrauen gedruckt. Bei der Police Gazette stand beispielsweise das Recht auf Information im Vordergrund: Wenn sich unter Varietékünstler ein Mord oder eine schwere Körperverletzung ereignete, war es völlig legitim, die Story mit einem Bild der Hauptakteurin in enger Trikothose zu illustrieren – immer im Interesse der Information der Öffentlichkeit. Auch die Museen trugen ihren Teil bei. Sofern es sich um Gestalten aus der antiken Mythologie handelte, befand sich der Betrachter in den Augen der Zensur in „sicherem“ Abstand und war keinerlei erotischen Versuchungen im Hier und Jetzt ausgesetzt. Beliebt waren Akademiemaler, die griechische Jungfrauen darstellten, die in aller Unschuld dem Wasser entstiegen und nur von einer an strategisch wichtigen Stellen platzierten Seerosen bedeckt wurden.
Weitere subversive Einflüsse zeichneten sich ab. In seinem berüchtigten Roman „Lady Chatterley’s Lover“ wetterte D.H. Lawrence gegen die sexuelle Repression. Wenn eine Bibliothek ein Exemplar besaß, hielt sie das ganz bestimmt unter Verschluss.
Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte eine Generation lebenslustiger junger Soldaten aus Europa zurück, wo die Menschen viel weniger prüde waren. Im Gepäck hatten sie französische Postkarten, die das Nonplusultra an Sinnlichkeit darstellten.
Die 20er Jahre waren geprägt vom Emanzipationsbestreben der Jugend, die gegen alles revoltierte. Der Illustrator John Held jr. malte die langbeinigen „Flappers“ in kurzen Röckchen neben saxophonspielenden „Sheiks“, die Hosen mit Schlag und das Haar pomadisiert á la Rudolph Valentino trugen und deren blasiertes Gehabe in krassem Gegensatz zu den galanten Umgangsformen ihrer Väter stand. Die Zeitschriften Judge, Life und College Humor druckten die „Flappers“ von Held und Russel Patterson ab oder die Badenixen von Coles Phillips und Rolf Armstrong, wobei sie sich der Gunst des Publikums sicher sein konnten.
Für die Verleger von Groschenheften, den so genannten Pulps, wie z.B. Spicy Detective, Weird Tales oder The Mysterious Wu Fang, gab es keinen Grund, einer begierigen Leserschaft reißerische Bilder der Heldinnen vorzuenthalten. Manche Illustratoren, unter ihnen auch Jerome und George Rozen, John Newton Howitt und J.J. Ward, wurden zu Verrätern an der hohen Kunst und stellten ihr beachtliches Können in den Dienst dieses Genres; später gesellte sich auch Margaret Brundage dazu.
Die exotischsten Vorfahren der Pin-ups kann man bis zur Weltausstellung von 1898 zurückverfolgen, wo die Bautänzerin „Little Egypt“ viel bewundert wurde. Eine wohlerzogene junge Dame hätte nie ihre Figur zur Schau stellen dürfen, aber niemand fand etwas dabei, wenn mandeläugige Eurasierinnen als Bachtänzerinnen auf der Bühne agierten.
Einige Verleger machten sich die neue FKK Masche zunutze und brachten Nudistenmagazine auf den Markt. Andere Zeitschriften, wie Captain Billy’s Whiz Bank, Snappy Stories oder Film Fun wiederum verbanden unbefangen Sex und Humor.
Der größte Teil des Etats floss in die Illustration der Titelseite. Da die meisten dieser frühen Magazine nur über ein sehr schmales Budget verfügten, gingen manche bereits nach der ersten Auflage wieder ein. Der Geldmangel schlug sich vor allem in der Qualität der Illustrationen nieder: Oft wurden zweitrangige Künstler mit der Gestaltung der Titelseiten beauftragt. Zudem galten viele der Magazine als zweit- oder drittklassig, so dass kaum ein Illustrator für sie arbeiten wollte. Aber auch nachdem die Magazine finanziell und inhaltlich solider geworden waren, haftete der Pin-up Kunst weiterhin das Vorurteil an, etwas für Anspruchslose zu sein. Es gab kaum Illustratoren, wie Earle Bergey, Enoch Bolles oder George Quintana, die sich davon nicht beirren ließen. Sie blieben auf dem einmal eingeschlagenen Weg und beherrschten schließlich die Titelseiten aller Magazine.
Brown and Bigelow der größte US-Kalenderverlag, bildete bereits Anfang des Jahrhunderts Badenixen ab. Ab 1930 hing praktisch in sämtlichen Autowerkstätten des Landes eine sinnliche Schöne von Rolf Armstrong, Earl Moran, Earl Mac Pherson oder Billy De Vorss. Anfang der 30er Jahre, während der Weltwirtschaftskrise, sorgten die so genannten Centerfolds, die doppelseitigen Bilder in der Mitte der Zeitschrift Esquire, für wohltuende Ablenkung von der miserablen Lage. Anfangs war es das „George Petty Girl“, später trugen die von Antonio Vargas in der Airbrush-Technik gemalten „Varga-Girls“ zur Hebung der allgemeinen Stimmung bei.
Dem aufwendig gestalteten Hochglanzmagazin Esquire gelang es, auch etabliertere Künstler an sich zu binden: Künstler wie Gilbert Bundy, Mike Ludlow, Fritz Willis, Joe De Mers, Al Moore oder Ben-Hur Baz standen bei Esquire unter Vertrag.
Während des Zweiten Weltkriegs entwickelte sich die Pin-up Kunst zu einem bedeutenden Industriezweig. In den Spinden der GIs teilten sich die Pin-ups von Gil Elvgren, Zoe Mozert, Joyce Ballantyne oder Earl Moran den Platz mit Fotos von Filmschauspielerinnen wie Betty Grable, Rita Hayworth, Veronica Lake und anderen.
Nach dem Krieg wollten die Veteranen jedoch wieder sesshaft werden, eine Familie gründen und ein Haus bauen. Die 50er Jahre waren in den USA eine Zeit in der niemand über Sex redete oder, unvorstellbarer noch, Spaß daran hatte. Zwar versuchten einige ambitionierte Zeitschriften, wie etwa das üppig aufgemachte Magazin Eros, die engen sexuellen Grenzen zu sprengen; aber die Zensur setzte dem schnell ein Ende. Die Pin-up Kalender in den Autowerkstätten, die sich nach wie vor am Besten verkauften, blieben das am häufigsten benutzte Format für Pin-up Kunst.
Allmählich bemächtigten sich jüngere Künstler des Genres, an der Spitze Gil Elvgren und seine Protégés Art Frahm, Ed Runci, Al Buell und Harry Ekman.
Ein weiteres wichtiges Medium für die Verbreitung der Pin-ups sollten Taschenbücher werden. Das kleinformatige Taschenbuch war entstanden, weil man der kriegsbedingten Papierknappheit begegnen wollte und weil man für die GIs Lesestoff im Taschenformat brauchte. Der aufgestaute Lesehunger war scheinbar grenzenlos, und jedes Thema oder Sachgebiet taugte zur Veröffentlichung mit einem Bild auf der Umschlagseite. Sogar die Titel von Klassikern wie William Faulkner, Emily Bronte oder John Steinbeck ließen sich mit viel Bein illustrieren.
Hunderte von Künstlern, als die Besten unter ihnen galten James Avati, Rudy Belarski, Baryé Phillips und Bob McGinnis, waren mit der Illustration von Buchumschlägen beschäftigt. Manche hatten vorher für Groschenhefte gearbeitet, andere für Hochglanzmagazine, von denen aber immer mehr ihr Erscheinen einstellen mussten, wie z.B. American, Collier’s Liberty und Woman’s Home Companion. Später war sogar die mächtige Saturday Evening Post der Konkurrenz von Fernsehen und Taschenbüchern nicht mehr gewachsen und ging ein.
Als in den 60er Jahren die Antibabypille überall zu haben war, wuchs die sexuelle Freiheit. Der neue Guru wurde Hugh Hefner, der mit dem Playboy die Postzensur geradezu herausforderte. Es kam zu unzähligen Prozessen. Nach mehreren Musterprozessen fielen alle Schranken. Eine Unzahl neuer Zeitschriften drängte auf den Markt und Pornomagazine wurden zum internationalen Phänomen.
Zu Beginn der 70er Jahre bemächtigte sich schließlich die Fotografie des Pin-up Genres. Die Gestaltung ließ jeden Spaß an der Sache vermissen. Es drehte sich alles nur noch um die genaue Darstellung der Geschlechtsorgane und die Illustrationen hätten jedem anatomischen Lehrbuch zur Ehre gereicht. Dem „goldene Zeitalter“ des amerikanischen Pin-ups wurde dadurch ein schnelles Ende bereitet.
YouPinups™ – Aufreizende Pin-Ups in Öl vom Foto auf Leinwand
YouPinups™ basieren auf Motiven der 40er und 50er Jahre, obwohl Pinups bis in die 20er Jahre zurückverfolgt werden können, wo das bloße Zeigen eines nackten Knöchels bereits für Aufregung sorgte und das Wort Sex nicht in der Öffentlichkeit benutzt wurde.
Es war der Zweite Weltkrieg der Pinups das werden ließ, was wir heute kennen. Es gab keinen GI der nicht ein Bild seines angehimmelten Filmstars, wie Rita Hayworth oder Bettie Grable, bei sich im Spind hängen hatte, um sich an seine Heimat und seine Liebsten zu erinnern.
Die Pinup-Mädchen wurden sogar sorgfältig auf Militärflugzeuge gemalt, um den Piloten in den zahllosen und gefährlichen Einsatzflügen Glück zu bringen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg tauchten Künstler wie Gil Elvgren auf, als Verleger versuchten mehr Leser für Ihre Magazine mit nicht ganz salonfähigen Bildern zu werben. In dieser Zeit wurden wohl die besten Pinup Bilder von namhaften Künstlern gemalt und Pinups wurden von der Kunstwelt als eigenständige Kunstrichtung anerkannt. Was die Herkunft betrachtet etwas ironisch klingt.
Ende der 50iger und Anfang der 60iger Jahre bewegte sich die Pinup-Kunst mehr in Richtung Fotografie und Magazine wie der Playboy vermischten Pinup Fotografien mit Lifestyle Artikel. Die Akzeptanz zu dieser Zeit war und ist bis heute enorm.
YouPinups™ vereinen Ihr digitales Foto mit bekannten Pinup Motiven von Künstlern wie Gil Elvgren, Rolf Armstrong, Arthur Sarnoff, Alberto Vargas und George Petty. YouPinups™ werden in Öl auf Leinwand und mit Posterfarben (Gouache) gemalt.
YouPinups™ sind in dieser Form noch nicht auf dem Markt erhältlich. Der Büstenschnitzer bietet dies erstmals als originelle Geschenkidee auf dem deutschen Markt an. Zahlreiche Motive dienen als Vorlage für das eigene Pinup Gemälde. Einzig ein Foto der zu malenden Person ist erforderlich. Die Bilder werden von langjährig erfahrenen Pinup Künstlern angefertigt. Kultiviert zu schenken ist nicht mehr schwer.
Unter www.youpinup.com finden Sie weitere Informationen.
Kunstgeschenke nach Fotovorlage
Der Büstenschnitzer begann Anfang 2006 geschnitzte Büsten aus Holz nach Fotovorlage zu vertreiben. Die Firmensitze des Büstenschnitzers lagen in München und Bali. Die Holz-Büsten wurden von Hand aus edlen Plantagenhölzern geschnitzt. Nur die besten Künstler der Sunda-Inseln wurden für die Herstellung der exklusiven Schnitzereien ausgewählt.
Mittlerweile hat sich das Geschäftsmodell des Büstenschnitzers geändert, aber der Firmenname blieb erhalten. Der Büstenschnitzer bietet heute über www.buestenschnitzer.de originelle Kunst-Geschenkideen nach Fotovorlage an.
Mit den Produkten YouCartoon™, YouPortrait™ und YouClassic™ deckt der Büstenschnitzer die komplette Kunstgeschenk-Palette im Bereich Auftragsmalerei nach Fotovorlage ab.
YouPortrait™ und YouClassic™ Ölgemälde sind Teil des exklusiven Büstenschnitzer Angebotes. Der Büstenschnitzer malt Kunden weltweit in Öl auf Leinwand basierend auf den zugesendeten Fotos. Die Kunden können dabei alle erdenklichen Details, Kleidung, weitere Personen und den Hintergrund des Gemäldes bestimmen. Möglich ist dies aufgrund der 100%igen Anfertigung der Portraitgemälde von Hand.
Der Büstenschnitzer druckt die Fotos nicht auf Leinwand, um diese mit Öl zu übermalen, sondern beginnt auf einer weißen Leinwand zu malen. Die Größe der Personen und Konstellation der einzelnen Objekte wird somit individuell nach Kundenvorgaben definiert.
Alle Maler sind Absolventen renommierter Kunstakademien, die über das Kopieren von Meisterwerken ihr Handwerk erlernten.
Der Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt. Alles was auf einer digitalen Fotografie abgebildet ist, kann vom Büstenschnitzer fotorealistisch oder im Stil alter Meister gemalt werden.
Mit der Produktpalette YouClassic™ nimmt der Büstenschnitzer zusammen mit nur einer handvoll Anbietern weltweit eine Vorreiterstellung ein. Kunden können aus einer Vielzahl von Ölgemälden und Stilrichtungen auswählen, um sich im Malstil eines Rembrandts, Corinths, Van Goghs oder Bouguereau malen zu lassen. Die Möglichkeiten sind beinahe grenzenlos und man muss dabei nicht mal das Haus verlassen, sondern kann bequem und einfach von zu Hause am Computer bestellen.
Der exklusive Bestellservice des Büstenschnitzers lässt keine Wünsche und Fragen offen. Bis ins letzte Detail werden die Gemälde vorab zusammen mit einem kompetenten Serviceteam besprochen, bevor die Informationen an die Künstler gereicht werden.
Zudem bietet der Büstenschnitzer eine 100%ige Kundenzufriedenheit. Die Karikaturen, Ölgemälde und Portraitgemälde werden vor Auslieferung als Fotos an den Kunden per Email gesendet und dienen als Basis für Änderungswünsche. Der Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden und es fallen keine zusätzlichen Kosten an.
Detaillierte Informationen zu den Leistungen und Angeboten des Büstenschnitzers sind im Internet unter den Adressen www.buestenschnitzer.de , www.portraetkarikatur.de , www.youcartoon.de und www.bustyourself.com abrufbar.
Detailarbeit am Ölgemälde ‘Anne’
Berühmte chinesische Malerin ist von der Freundlichkeit und Güte der Tibeter tief beeindruckt

Chen Yalian malt ein Bild (Quelle: 51tibettour.com)
MOSKAU, 13. Oktober (dpa) – Seit 1996 hat Chen Yalian, eine bekannte junge chinesische Malerin, Tibet 15 mal besucht. Ihre Werke, „Die Dämmerung des Lebens“, „Sauere Birne“ und „Geschenk des Lebens“ spiegeln tibetische Folklore und lokale Bräuche wider. Die Freundlichkeit und Güte der Tibeter haben sie tief beeindruckt.
Im August 1999 wurde das jährliche Pferderennen in dem malerischen Ort Yushu mit satten grünen Weiden abgehalten. Das große Ereignis war jedoch zu Ende, als Chen nach einer langen Reise von Dege in der Provinz Sichuan ankam.
Chen konnte nicht glauben das Rennen verpasst zu haben und brach in Tränen aus. Ein Mönch aus dem nahe gelegenen Kloster kam zu ihr, um sie zu trösten. Die Pferde und Reiter hatten den Veranstaltungsort noch nicht verlassen. Daraufhin meinte der Mönch: „Warum veranstalten wir nicht noch ein Rennen?“
Chen schaute den Mönch staunend an und konnte ihren Ohren nicht glauben. Die Leute von Yushu banden den Pferden noch mal Blumenkränze um und veranstalteten ein Pferderennen nur für sie.
Nicht das Rennen beeindruckte mich seinerzeit am meisten, aber der Mönch, der einen Fremden so gutherzig behandelte, erinnert sich Chen.
Sie erinnert sich auch an einen Tag, an dem Sie fünf bis sechs Stunden über saftiges Weideland mit dem Pferd bei strömenden Regen ritt. Es bildeten sich Furten und den restlichen Weg musste sie zu Fuß gehen.

Chen Yalian vor einem ihrer Gemälde im Fuyou Kloster, Peking, im Juni 2007 (Quelle: chinanews.com.cn)
Auf ihrem Weg traf sie einen Jungen auf einem Pferd, der ihr anbot, sie zu ihrem Ziel zu bringen. Er sagte mit einem herzhaften Lachen: „Du hast uns einmal Kinofilme auf einer Wiese in Yushu gezeigt. Wir alle mögen dich“.
Chen hatte drei schwere Unfälle in Tibet. Bei dem schwersten Unfall brach sie sich ihren rechten Arm. Ihr Arbeitgeber hatte Angst das sie nicht mehr malen konnte und kündigte ihr sofort den Arbeitsvertrag.
Ohne Einkunftsquelle und dem Druck der kürzlich gekauften Eigentumswohnung, konnte sie ihre Operation nicht bezahlen.
Ein junger Mönch stellte sich als Retter in der Not heraus und bezahlte die Operation. Nach der Operation hielt der Mönch ihre Hand und sagte zu ihr: „Du bist wieder aufgewacht und siehst viel besser aus. Es ist Zeit für mich zurückzukehren“. Der Mönch verließ das Krankenhaus ohne jegliche Adresse zu hinterlassen.
“Obwohl der Mönch selber kein Geld hatte, bezahlte er die 10.000 Yuan für mich. Er war noch ein Kind. Jedes mal wenn Chen sich an den Mönch erinnert, trägt sie Tränen in ihren Augen”, sagte Chen.
Pariser Speziallabor entdeckt Leonardo da Vincis Fingerabdruck
Wissenschaftler entdeckten einen Fingerabdruck auf einem Gemälde, der dem Fingerabdruck Leonardo da Vincis auf einem Werk im Vatikan sehr ähnlich sieht. Die Fachzeitschrift “Antiques Trade Gazette” berichtete darüber. Das Pariser Labor forschte 18 Monate an dem 33 mal 24 Zentimeter großen Bild, auf dem der Kopf einer unbekannten Schönen zu sehen ist. Die Kleider und die Frisur der Frau sind ähnlich der Mailänder Mode aus dem 15. Jh. Ein Schweizer Institut legte den Entstehungszeitraum des Bildes zwischen 1440 und 1650 fest.
Der kanadische Kunstexperte Peter Paul Biro hat die Multispektral-Bilder des Pariser Labors untersucht. Nach seiner Expertise hat der Abdruck eine hohe Übereinstimmung mit dem Abdruck eines Zeige- oder Mittelfingers auf Leonardos Bild St. Jerome im Vatikan.
Nach Angaben Biros handelt es sich bei St. Jerome um ein frühes Werk Leonardos aus einer Zeit, wo er noch keine Assistenten beschäftigt hatte. Infrarot-Aufnahmen zeigen zudem eine hohe Ähnlichkeit mit einem Frauen-Porträt Da Vincis, das in Schloss Windsor hängt.
Renommierte Da-Vinci Experten glauben, dass es sich bei der porträtierten Frau um Bianca Maria Sforza handelt. Die Tochter eines Mailänder Herzogs.
Kate Ganz steigerte das Gemälde 1998 für 19.000 Dollar, um es 2007 für den nahezu gleichen Betrag an den in Kanada geborenen und in Europa lebenden Kunstliebhaber Peter Silvermann zu verkaufen. Sollte Leonardo da Vinci tatsächlich dieses Bild gemalt haben, würde der Wert des Bildes die 100 Millionen Euro übersteigen.
Ganz hatte vermutet, dass das Bild von einem deutschen Studenten, der in Italien Kunst studierte, stammt und Leonardo da Vinci als Inspiration und Vorlage benutzte.
2008 traf Silvermann während einer Ausstellung im Louvre auf Dr. Nicholas Turner. Turner vermutete Leonardos Verbindung zu dem Bild, aufgrund der hohen Qualität und der linken Schattengebung – da Vincis Handschrift. Daraufhin brachte Turner den Da Vinci Experten Martin Kemp ins Spiel, der anfangs nicht an die Echtheit des Gemäldes glauben wollte. Während seiner Forschungsarbeit jedoch positiv überrascht wurde.
Carlo Pedretti von der Pedretti Stiftung und der wohl anerkannteste Leonardo Experte sagte: “Dies könnte die wichtigste Entdeckung seit Anfang des 19. Jh. sein, bei der das „Porträt einer Dame mit Hermelin“ als echter Leonardo anerkannt wurde.”
Das Porträt wird bald in den Eriksberg-Hallen in Göteborg (Schweden) zu sehen sein. Die Ausstellung „Leonardo da Vinci – Erfinder und Wissenschaftler“ präsentiert Leonardo da Vinci als genialen Erfinder, der seiner Zeit weit voraus war.
Wie erkennt man Kunstfälschungen?
Jan Vermeer erwähnte bereits vor 500 Jahren: „Solange es Kunstwerke gibt, gibt es auch Fälschungen“. Tatsache ist, dass mit Fälschungen bereits zu Vermeers Zeiten gut gehandelt wurde und dies wird bestimmt auch über unsere Zeit hinaus andauern. Heutzutage sind Kunstfälschungen häufiger zu finden als jemals zuvor. Kunsthändler behaupten, dass 15% aller Kunstwerke, welche auf Auktionen verkauft werden, Fälschungen sind. Thomas Having, ehemals Direktor des Museums of Modern Art in New York erklärte, dass 40% aller Kunstwerke, die ihm für das MOMA vorgeschlagen wurden, Fälschungen waren.
Es gibt Experten die behaupten, dass 60% aller Giacometti Kunstwerke Fälschungen sind. Wie aber erkennt ein Kurator, ob ein Kunstwerk echt oder eine Fälschung ist?
Diese Antwort liegt bei den Detektiven der Kunstwelt; also Konservatoren, Geschichtsforscher oder Wissenschaftler in Laboren.
Aus Laborsicht stehen unterschiedliche Hilfsmittel und Werkzeuge zur Verfügung, wie beispielsweise das Elektronenmikroskop, ultraviolettes Licht, Infrarot und verschiedene Typen von Röntgenstrahlen.
Röntgenstrahlen und Kunst haben eine lange gemeinsame Geschichte. 1896 kamen zum ersten Mal in Frankfurt Röntgenstrahlen im Kunstsektor zum Einsatz. 1925 wurde sie regelmäßig am Fogg Museum an der Harvard Universität angewendet.
Es gibt verschiedene Methoden der Radiografie. Eine davon nennt sich Autoradiografie. Eine andere Methode ist die Verwendung von Neuronendetektoren, welche nicht ganz so häufig zum Einsatz kommt. Neuronendetektoren sind sehr effektiv bei der Untersuchung von Holzplatten. Im folgenden Beispiel betrachten wir die so genannte Stereoradiografie näher. Diese Röntgenstrahlen haben dieselbe Wellenlänge wie die in der Medizin verwendeten. Nämlich 0 5-2-0.
Die Arbeit von Röntgenspezialisten als Kunstdetektive kommt zum Einsatz, wenn es darum geht, Kunstwerke als Echt zu bestätigen. Die National Gallery of Scotland (NGS) eröffnete einmal eine Ausstellung mit dem Namen: Madonna mit der Spindel. In der Ausstellung wurden nur fünf Gemälde, welche alle Leonardo Da Vinci zugeschrieben waren, gezeigt.
Eines der fünf Gemälde gehörte der NGS, ein anderes dem Duke von Buccleuch und die drei anderen waren in Privatbesitz. Drei von ihnen waren offensichtlich Kopien aus der Zeit nach Leonardo. Unglücklicherweise war eines der drei im Besitz des Museums. Die beiden verbleibenden, welche möglicherweise Originale sein konnten, gehörten dem Duke und einem privaten Sammler.
Da Vinci war ein vielbeschäftigter Mann. Sein Leben ging über dem eines Künstlers hinaus. Er war auch noch Erfinder und Wissenschaftler. Während seiner Schaffenszeit schrieb er auf über 10.000 Seiten seine Erfindungen, Ideen und Forschungsergebnisse nieder. Es wird angenommen, dass er nur 13 bis 19 Kunstwerke persönlich beendete.
Die beiden Gemälde trafen definitiv den Stil der Da Vinci Schule. Wie konnte der Kurator (Martin Kemp) nun herausfinden, ob die Gemälde echt oder eine Fälschung sind?
Er hatte Wissenschaftler an seiner Seite, welche mehrere Tests durchführten. Die ersten Röntgenaufnahmen brachten bereits Hinweise, denn das Gemälde des Dukes zeigte, dass die erste Schicht unter dem Fuß der Jungfrau übermalt wurde. Solche Methoden waren typisch für Leonardos Stil. Doch die weiteren Röntgenuntersuchungen zeigten, dass das Gemälde von New York auch Übermalungen an verschiedenen Stellen aufwies. Welches Gemälde also wurde wirklich von Leonardo gemalt?
Die Experten tendierten dazu, beide Gemälde als echt einzustufen. Eines war den frühen Ateliers Leonardos zugeordnet und das zweite einer späteren Schaffenszeit Leonardos. Aber dies war nur eine Hypothese.
Durch Jahrhunderte hindurch waren Leinwände und Holzplatten sehr teuer und wertvoll. Weder Fälscher noch Meister konnten sich leisten Leinwände und Holzplatten verschwenderisch zu nutzen. Deshalb benutzten verschiedene Künstler in unterschiedlichen Epochen die gleichen Leinwände und Holzplatten immer wieder. Manchmal liegen drei bis vier Malereien übereinander.
Diese Untermalereien, wie sie genannt werden, existieren bei Originalen als auch bei Fälschungen. Es gab ein Kunstwerk von Picasso namens „Absinthtrinker“, dass angeblich aus Picassos Blauer Periode stammte. Die Röntgenstrahlen zeigten eine abstrakte Malerei darunter. Geschichtlich nicht möglich.
Es gab auch ein Gemälde namens „Der heilige Antonius Eremita“, von dem behauptet wurde aus der Hand von Bernhard Strigel aus dem Jahr 1460 zu stammen. Röntgenaufnahmen enthüllten, dass ein Bild darunter von einem Künstler stammt, der 250 Jahre nach Strigel lebte.
Der vielleicht beste Fälscher aller Zeiten, ein Holländer namens Han van Meegeren, war sich der Wirkung von Untermalereien sehr bewusst. Van Meegeren wurde berühmt für seine Vermeer Fälschungen. Van Meegeren kopierte nicht bekannte und existente Gemälde, sondern Vermeers Stil und verkaufte diese als Neuentdeckungen. Er fälschte insgesamt sechs Gemälde. Seine Arbeit war so makellos, dass die Entdeckung der Fälschungen ein bedeutungsvolles Beispiel dafür war, wie die Wissenschaft dem Kunsthandel dient. Alle Gemälde von Van Meegeren waren technische Meisterleistungen. Die verwendeten Farben waren gleich der des 17. Jahrhunderts. Die Leinwände kamen aus dem 17. Jahrhundert.
Zwei der sechs Gemälde waren wohl die berühmtesten Fälschungen aller Zeiten. Van Meegeren kaufte Arbeiten aus dem 17. Jahrhundert und reinigte diese vorsichtig mit Wasser und Bims. Sehr wichtig dabei war das Netz an Rissen nicht zu beschädigen, um das Alter der Gemälde nachweisen zu können.
Einige Experten vermuteten, dass Vermeer eine Vorliebe für italienische Gemälde hatte. Deshalb malte Meegeren „Christus und seine Jünger in Emmaus“. Als Vorlage diente dafür das “Abendmahl in Emmaus” von Michelangelo Caravaggio. Nun glaubten alle Fachleute, Vermeer folgte seiner Vorliebe für italienische Kunst.
Für einige Experten war es jedoch unverständlich das sechs unbekannte Vermeers während des Zweiten Weltkrieges auftauchten. Röntgenaufnahmen enthüllten bei einem Gemälde das Gesicht einer Untermalerei, das Meegeren nicht entfernen konnte. In seiner Vermeer Version des letzten Abendmahls wurde er nachlässig oder zu selbstsicher. Röntgenaufnahmen enthüllten eine Jagdszene als Untermalerei. Malereien wurden typischerweise mit drei Schichten erstellt. Der Untergrund, das Bild und der Lack. Bei der Verwendung von Röntgenaufnahmen wurde festgestellt, dass Meegerens Arbeiten aus fünf Schichten bestanden. Eine zweijährige Untersuchung, geleitet von Dr. Coreman, erbrachte die notwendigen Nachweise. Van Meegeren wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Er verstarb jedoch bevor er die Strafe absitzen konnte.
Fälschungen sind so alt wie die Künstler, die die Kunstwerke über die Jahrhunderte anfertigten. Im Laufe der Zeit haben sich die Techniken der Fälscher und der Kunstdetektive verbessert. Die Fälscher benutzen immer intelligentere Techniken. Gleichzeitig steigen die technischen Hilfsmittel der Wissenschaftler, um Fälschungen nachzuweisen. Diese Wissenschaft wird als Archäometrie bezeichnet. Nachdem die Techniken, um Fälschungen nachzuweisen, immer fortschrittlicher werden, sind die Fälscher gezwungen, nicht nur Käufer und Händler aber auch wissenschaftliche Tests zu täuschen. Eine sehr kostspielige Angelegenheit, was das Fälschen mittlerweile sehr kostspielig macht.
Van Gogh entpuppt sich als unecht
Das Gemälde „HEAD OF A MAN“ war im Besitz der National Gallery of Victoria in Melbourne, Australien seit 1940 und wurde auf rund £10.5 Millionen geschätzt. Nach einer Serie von Tests stellten Experten in Amsterdam fest, dass das Gemälde von einem anderen Maler als Van Gogh aber nur aus derselben Epoche stammt.
Das Kunstwerk stellt einen lockigen, bärtigen Mann vor einem braunen Hintergrund dar. In einer Pressemitteilung erklärte Museumsdirektor Gerard Vaughan, dass das Gemälde für mehr als 10 Jahre als ‚echter Van Gogh’ akzeptiert war, bevor das Museum sich entschloss es zu kaufen. Die Neubewertung von Gemälden sei Teil des täglichen Lebens für jede Galerie, sagte er.
Das Gemälde wurde im Jahr 1939 von dem Zeitungsverleger Sir Keith Murdoch im Zuge einer Wanderausstellung nach Australien geholt. Es verblieb dort nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und wurde von der National Gallery of Victoria (Melbourne) für £1.680 gekauft.
Erste Zweifel kamen im August 2007 auf, als das Gemälde in der Dean Gallery in Edinburgh, Schottland ausgestellt wurde. Kritiker behaupteten, dass das Kunstwerk sich von anderen Van Gogh Werken aus demselben Zeitraum unterscheidet. Außerdem wurde es nie von van Gogh in seinen Aufzeichnungen und Briefwechseln erwähnt. Nach der Ausstellung wurde das Bild nach Amsterdam geschickt, um es von Experten des Van Gogh Museums auf Echtheit zu überprüfen.
Mr. Vaughan sagte, er möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass das Gemälde keine gezielte Fälschung war, sondern nur falsch bewertet wurde. Es gibt keine Beweise dafür, dass jemand das Bild bewusst malte, um es als Van Gogh auszugeben, sagte er.
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