Archiv

Artikel getaggt mit ‘chen yalian’

Berühmte chinesische Malerin ist von der Freundlichkeit und Güte der Tibeter tief beeindruckt

Chen Yalian

Chen Yalian malt ein Bild (Quelle: 51tibettour.com)

MOSKAU, 13. Oktober (dpa) – Seit 1996 hat Chen Yalian, eine bekannte junge chinesische Malerin, Tibet 15 mal besucht. Ihre Werke, „Die Dämmerung des Lebens“, „Sauere Birne“ und „Geschenk des Lebens“ spiegeln tibetische Folklore und lokale Bräuche wider. Die Freundlichkeit und Güte der Tibeter haben sie tief beeindruckt.

Im August 1999 wurde das jährliche Pferderennen in dem malerischen Ort Yushu mit satten grünen Weiden abgehalten. Das große Ereignis war jedoch zu Ende, als Chen nach einer langen Reise von Dege in der Provinz Sichuan ankam.

Chen konnte nicht glauben das Rennen verpasst zu haben und brach in Tränen aus. Ein Mönch aus dem nahe gelegenen Kloster kam zu ihr, um sie zu trösten. Die Pferde und Reiter hatten den Veranstaltungsort noch nicht verlassen. Daraufhin meinte der Mönch: „Warum veranstalten wir nicht noch ein Rennen?“

Chen schaute den Mönch staunend an und konnte ihren Ohren nicht glauben. Die Leute von Yushu banden den Pferden noch mal Blumenkränze um und veranstalteten ein Pferderennen nur für sie.

Nicht das Rennen beeindruckte mich seinerzeit am meisten, aber der Mönch, der einen Fremden so gutherzig behandelte, erinnert sich Chen.

Sie erinnert sich auch an einen Tag, an dem Sie fünf bis sechs Stunden über saftiges Weideland mit dem Pferd bei strömenden Regen ritt. Es bildeten sich Furten und den restlichen Weg musste sie zu Fuß gehen.

chen3

Chen Yalian vor einem ihrer Gemälde im Fuyou Kloster, Peking, im Juni 2007 (Quelle: chinanews.com.cn)

Auf ihrem Weg traf sie einen Jungen auf einem Pferd, der ihr anbot, sie zu ihrem Ziel zu bringen. Er sagte mit einem herzhaften Lachen: „Du hast uns einmal Kinofilme auf einer Wiese in Yushu gezeigt. Wir alle mögen dich“.

Chen hatte drei schwere Unfälle in Tibet. Bei dem schwersten Unfall brach sie sich ihren rechten Arm. Ihr Arbeitgeber hatte Angst das sie nicht mehr malen konnte und kündigte ihr sofort den Arbeitsvertrag.

Ohne Einkunftsquelle und dem Druck der kürzlich gekauften Eigentumswohnung, konnte sie ihre Operation nicht bezahlen.

Ein junger Mönch stellte sich als Retter in der Not heraus und bezahlte die Operation. Nach der Operation hielt der Mönch ihre Hand und sagte zu ihr: „Du bist wieder aufgewacht und siehst viel besser aus. Es ist Zeit für mich zurückzukehren“. Der Mönch verließ das Krankenhaus ohne jegliche Adresse zu hinterlassen.

“Obwohl der Mönch selber kein Geld hatte, bezahlte er die 10.000 Yuan für mich. Er war noch ein Kind. Jedes mal wenn Chen sich an den Mönch erinnert, trägt sie Tränen in ihren Augen”, sagte Chen.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.