Van Gogh entpuppt sich als unecht
Das Gemälde „HEAD OF A MAN“ war im Besitz der National Gallery of Victoria in Melbourne, Australien seit 1940 und wurde auf rund £10.5 Millionen geschätzt. Nach einer Serie von Tests stellten Experten in Amsterdam fest, dass das Gemälde von einem anderen Maler als Van Gogh aber nur aus derselben Epoche stammt.
Das Kunstwerk stellt einen lockigen, bärtigen Mann vor einem braunen Hintergrund dar. In einer Pressemitteilung erklärte Museumsdirektor Gerard Vaughan, dass das Gemälde für mehr als 10 Jahre als ‚echter Van Gogh’ akzeptiert war, bevor das Museum sich entschloss es zu kaufen. Die Neubewertung von Gemälden sei Teil des täglichen Lebens für jede Galerie, sagte er.
Das Gemälde wurde im Jahr 1939 von dem Zeitungsverleger Sir Keith Murdoch im Zuge einer Wanderausstellung nach Australien geholt. Es verblieb dort nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und wurde von der National Gallery of Victoria (Melbourne) für £1.680 gekauft.
Erste Zweifel kamen im August 2007 auf, als das Gemälde in der Dean Gallery in Edinburgh, Schottland ausgestellt wurde. Kritiker behaupteten, dass das Kunstwerk sich von anderen Van Gogh Werken aus demselben Zeitraum unterscheidet. Außerdem wurde es nie von van Gogh in seinen Aufzeichnungen und Briefwechseln erwähnt. Nach der Ausstellung wurde das Bild nach Amsterdam geschickt, um es von Experten des Van Gogh Museums auf Echtheit zu überprüfen.
Mr. Vaughan sagte, er möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass das Gemälde keine gezielte Fälschung war, sondern nur falsch bewertet wurde. Es gibt keine Beweise dafür, dass jemand das Bild bewusst malte, um es als Van Gogh auszugeben, sagte er.



